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Herausforderungen der Energieversorgung

Der weltweite Energiebedarf steigt kontinuierlich an. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (International  Energy Agency, IEA) nahm die Versorgung mit Primärenergie zwischen den Jahren 1973 und 2011 von 6.115 auf 13.113 Mio. Tonnen Öläquivalent zu. Das entspricht einer Steigerung von insgesamt 114,4 % bzw. 2,0 % pro Jahr. Die Ursachen dafür liegen hauptsächlich im Bevölkerungswachstum, in der fortschreitenden Industrialisierung der Schwellenländer und in der Hightechorientierten Lebensweise in den Industrienationen.
 
Eine Prognose der UNO geht davon aus, dass die Weltbevölkerung von heute fast 7,2 Mrd. Menschen bis zum Jahr 2050 auf voraussichtlich 9,6 Mrd. Menschen wachsen wird. Im Jahr 2100 würden dann rund 10,9 Mrd. Menschen auf der Erde leben.
 
Derzeit werden rund 85 % des globalen Energiebedarfs durch fossile Energieträger gedeckt. Dabei ist Deutschlands Energieversorgung zum überwiegenden Teil von Importen abhängig: 98 % bei Mineralöl, 87 % bei Erdgas und 82 % bei der Steinkohle. Uran wird sogar zu 100 % importiert. Durch den Zukauf von Brennstoffen fließt viel Kapital ins Ausland. Alleine für die Jahre 2010 – 2012 beliefen sich die Netto-Importkosten für Öl, Gas und Steinkohle auf Euro 742 Mrd.
 
Aufgrund der Endlichkeit dieser Ressourcen muss man sich die Frage stellen: wie kann der steigende Bedarf, und folglich auch der Import der Energieträger, langfristig und bezahlbar sichergestellt werden? Zudem verursachen fossile Energieträger sowohl bei der Förderung als auch der Energiegewinnung und Lagerung erhebliche Umweltschäden. Durch die Verbrennung von Erdöl oder Gas entsteht beispielsweise CO2, der Hauptauslöser des durch den Menschen verursachten Klimawandels. Und trotz aller Klimaschutzbemühungen erreichten die CO2-Emissionen weltweit im Jahr 2013 mit einem Ausstoß von rund 36 Mrd. Tonnen einen neuen Spitzenwert. Hauptverursacher sind neben den USA inzwischen Schwellenländer wie Indien und China, die aufgrund ihres voranschreitenden Industrialisierungsprozesses einen enormen Energieverbrauch haben.
 
Dabei kann die globale Erwärmung nach Meinung der Internationalen Energieagentur (IEA) nur noch in ihren Ausmaßen begrenzt, aber nicht mehr rückgängig gemacht werden. Dieser Einschätzung liegt ein Szenario zugrunde, das die Folgen der Erderwärmung nur dann für beherrschbar hält, wenn sie nicht um mehr als 2 Grad Celsius steigt. Vier Fünftel der zur Erreichung dieses Klimaziels bis 2035 zulässigen energiebedingten CO2-Emissionen sind jedoch mit bestehenden Kraftwerken, Gebäuden und Fabriken bereits jetzt erreicht, so die IEA. Es bedarf also deutlich intensiverer Anstrengungen zur Eindämmung der bereits heute sicht- und spürbaren Auswirkungen wie beispielsweise Wetterextreme und Abschmelzen von Gletschern.
 
Erneuerbare Energien sind somit ein wichtiger Baustein für eine zukünftige Energieversorgung, die beispielsweise alleine im Jahr 2013 sowohl Brennstoffimporte in Höhe von Euro 10 Mrd. einsparen und zugleich Emissionen durch die Einsparung fossiler Ressourcen reduzieren konnten.

 
 
 
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