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BIOTECH STARTET MIT PLUS INS NEUE JAHR

Seit Jahresanfang legte der Nasdaq Biotechnology Index (NBI) bereits über 7% zu. Damit setzt die US-Biotech-Branche die gute Entwicklung aus dem vergangenen Jahr fort. So erreichte der NBI in 2011 eine Outperformance des S&P 500 von 10%. Auch der DAX (USD) unterlag deutlich und wurde vom NBI um gut 28% geschlagen. Für die folgenden Monate erwarten die Gesundheitsmarktanalysten der Adamant Biomedical Investments AG weiterhin positive Entwicklungen für US-amerikanische Biotech-Unternehmen. Dr. Christian Lach, Senior Portfoliomanager bei Adamant und Fondsberater des Investmentfonds Lacuna - Biotech bestätigt: „Entsprechend der positiven Entwicklung des US-amerikanischen Biotech-Indizes zeigt sich seit Jahresanfang auch der Lacuna-Fonds. Aktuell ist der Fonds zu rund 94% in nordamerikanische Biotech-Unternehmen investiert und setzte die gute Marktentwicklung daher auch in der Performance um.“

Insgesamt umfasst der US-Gesundheitsmarkt 5.200 Mrd. USD. Lediglich 2% davon entfallen auf den Biotech-Sektor, 12% auf klassische Pharma. Doch die Wachstumsaussichten deuten auf eine zukünftige Umkehr dieses Verhältnisses hin: Während Biotechnologie in den USA mit jährlich 14% wächst, erreicht US-Pharma nur noch 0,7% p.a. Weltweit zeigt sich eine ähnliche Entwicklung: So liegt das Biotech-Wachstum bei 15% pro Jahr, Pharma generiert Zuwachsraten von jährlich 2-5%. Trotz der Kurseinbrüche, die auch Biotech im August 2011 hinnehmen musste, zeigt sich in der insgesamt stabilen Kursentwicklung ein attraktives Investmentumfeld für Anleger. Durch die Kurskorrektur im vergangenen Jahr können Investoren aktuell zu günstigen Bewertungen in diesen innovativen Wachstumsmarkt einsteigen, der für 2012 erfolgversprechende Chancen bereithält.

Diese Annahme bestätigt auch ein Blick auf die M&A-Transaktionen,*1 die 2011 im Gegensatz zu den Krisenjahren wieder deutlich zugelegt haben. Waren 2009 lediglich fünf Transaktionen zu verzeichnen, stieg diese Zahl im vergangenen Jahr auf elf an. Zu einem der wesentlichen Ereignisse in diesem Umfeld gehörte die Übernahme des Pharmaunternehmens Pharmasset Inc. durch Gilead Since Anfang September. Auf den Markt wirkte diese Transaktion wie ein Weckruf. Im Anschluss zogen die M&As wieder deutlich an. Ein Großteil der Deals ging dabei erwartungsgemäß auf Unternehmen zurück, deren Portfolio bereits etablierte Biotech-Wirkstoffe beinhaltet. Auf diese Weise kompensierten klassische Pharmafirmen das sogenannte Patent Cliff (Auslaufen des Patentschutzes von Medikamenten) und sorgten für Nachschub in ihrer Medikamenten-Pipeline.

Dass die Branche im Bereich innovativer Wirkstoffe auch weiterhin keinen Mangel haben wird, belegen die Zulassungszahlen aus 2011. Standen lange Zeit bürokratisierte, viel zu lange Zulassungsverfahren in der Kritik, erreichte die FDA*2 im vorangegangenen Jahr durch Professionalisierung und Optimierung der Abläufe eine Beschleunigung der Verfahren. Im Ergebnis stieg die Zahl der Erstzulassungen neuer Wirkstoffe auf 35. Damit liegt der US-Anteil weltweiter Erstzulassungen bei etwa 70%.

*1 M&A steht für „Mergers and Acquisitions“, dt. Fusionen und Übernahmen.
*2 Die „Food and Drug Administration“ ist die behördliche Lebensmittelüberwachung und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten.

 

Pharma-Branche: "Patentschwelle sorgt für große Chancen"
Dr. Christian Lach im Gespräch mit DAF            
 
Im Jahr 2012 laufen Patente im Gesamtwert von rund 35 Milliarden Euro aus - die Chance für die Generika-Hersteller ist groß, und damit auch die Chancen für die Fonds im Pharma und Biotechbereich. Das war ein Gesprächsthema auf dem FondsKongress in Mannheim 2012.
Dr. Christian Lach ist Manager bei Adamant Biomedical Investments und wartet auf die Chancen im Biotech- und Pharmabereich, die sich durch die Patentschwelle in diesem Jahr ergeben. "Da werden sich einige Verschiebungen in dem Pharmabereich abspielen", so der Manager. Dagegen können Firmen auch mit Übernahmen reagieren, was ebenfalls für Chancen sorgt. Der Start ins neue Jahr war für den Healthcare Bereich schonmal erfreulich. "Besonders für den Biotechsektor war es ein super Start", erklärt Dr. Lach. "Der Großteil unserer Investments ist momentan in Unternehmen, die bereits profitabel sind", erklärt Dr. Christian Lach seine Strategie. Mehr Einzelheiten erfahren Sie im Video-Interview.
Redakteur: Christoph Damm

 

 
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